Terminbuchung digitalisieren: So sparen Beratungsstellen 10 Stunden pro Woche

Kennen Sie das? Das Telefon klingelt ununterbrochen, Mandanten möchten Termine vereinbaren, verschieben oder absagen – und Sie kommen kaum dazu, sich auf die eigentliche Beratungsarbeit zu konzentrieren. Als Beratungsstellenleiterin habe ich das jahrelang selbst erlebt. Die Lösung war einfacher, als ich dachte.

Das Problem: Telefonische Terminvergabe frisst wertvolle Zeit

In einer durchschnittlichen Beratungsstelle eines Lohnsteuerhilfevereins entfallen 8 bis 12 Stunden pro Woche allein auf die telefonische Terminkoordination. Das sind Anrufe für neue Termine, Rückrufe bei verpassten Anrufen, Terminverschiebungen und Absagen. Hinzu kommen handschriftliche Kalendereinträge, die später digitalisiert werden müssen.

„Ich habe täglich zwischen 15 und 25 Anrufe nur für Terminanfragen erhalten. Das waren Stunden, die mir für die Beratung fehlten.“

Die Lösung: Ein digitales Buchungssystem

Ein Online-Buchungssystem ermöglicht es Ihren Mandanten, rund um die Uhr Termine zu buchen – ohne dass Sie zum Telefon greifen müssen. Die Vorteile im Überblick:

Schritt für Schritt: So stellen Sie um

1. Bestandsaufnahme machen

Zählen Sie eine Woche lang, wie viele Anrufe Sie für Terminanfragen erhalten. Notieren Sie auch, wie lange jeder Anruf dauert. Die meisten Beratungsstellenleiter sind überrascht, wie viel Zeit tatsächlich draufgeht.

2. Zeitfenster definieren

Legen Sie fest, welche Zeitfenster Sie für Termine anbieten möchten. Berücksichtigen Sie dabei Pufferzeiten zwischen den Terminen und Ihre persönlichen Präferenzen.

3. Termintypen festlegen

Unterscheiden Sie zwischen verschiedenen Terminarten: Erstberatung für Neumitglieder, Jahresabschluss für Bestandsmitglieder, Telefontermine und Kurzberatungen. Jeder Typ kann eine andere Dauer haben.

4. Mandanten informieren

Informieren Sie Ihre Mandanten über den neuen Buchungsweg. Ein kurzer Brief oder eine E-Mail mit dem Link zum Buchungsportal reicht aus. Die meisten Mandanten nehmen die Möglichkeit begeistert an.

Praxistipp

Beginnen Sie mit einer Übergangsphase: Bieten Sie die Online-Buchung zusätzlich zum Telefon an. Nach 4–6 Wochen werden die meisten Mandanten das Online-System bevorzugen, und Sie können die telefonische Vergabe schrittweise reduzieren.

Ergebnisse aus der Praxis

Beratungsstellen, die auf ein digitales Buchungssystem umgestellt haben, berichten von beeindruckenden Ergebnissen:

Die Digitalisierung der Terminbuchung ist kein technisches Großprojekt. Es ist ein einfacher Schritt, der Ihren Arbeitsalltag sofort spürbar verbessert.

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CG

Catarina Günther

Gründerin von ZeitArena® und selbst Beratungsstellenleiterin. Catarina hat ZeitArena® aus der Praxis heraus entwickelt, um den Arbeitsalltag in Lohnsteuerhilfevereinen zu verbessern.